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 RTF-Veranstaltungen
Holger Offline

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Beiträge: 654

27.04.2009 10:33
Erfahrungsbericht zum 12. Herner Radmarathon vom 25.04.2009 antworten
Der Herner Radmarathon, … oder meine erfolgreiche Fahrt mit dem S-Express.

Um 06:00 Uhr begannen schon zu Hause meine Vorbereitungen für diesen Marathon. Aufstehen, umziehen, kurz was essen und ab ins Auto. Mein Klamotten und mein Fahrrad hatte ich schon am Vortag ins Auto gepackt. Ein gute Vorbereitung ist eben alles, vor allem dann, wenn man noch den weiten Weg nach Herne fahren muss. Hier wollte ich meinen insgesamt zweiten Marathon fahren. Um kurz vor sieben war ich dann schon in Herne. Im Gegensatz zur letzen RTF wurde der Startort an die Sporthalle Gysenberg verlegt. Meines Erachtens war das eine gute Maßnahme, da hier wesentlich mehr Parkplätze zur Verfügung standen. Wie bei der letzten RTF auch, erwarteten mich wieder die freundlichen Parkeinweiser der RSG Herne. Obwohl ich schon so früh in Herne war, war der Parkplatz schon gut gefüllt. Es wurde in Herne ja schließlich nicht irgendein Marathon gefahren, es war Marathon Challenge angesagt.
Da ich bis zum Start noch genug Zeit hatte, ging ich erstmal zur Anmeldung. In der Sporthalle, die mal eben zum Anmelde- und Verpflegungsbereich umfunktioniert wurde, war schon reger Betrieb. Nach der Anmeldung suchte ich noch mal das reichhaltige Frühstücksbuffet auf. Hier habe ich mich dann noch mit einem Brötchen auf die Etappe gestärkt. Frisch gestärkt ging ich zum Auto, wo ich erstmal mein Fahrrad zusammen basteln musste. Danach kurz umgezogen und wieder zurück zum Startpunkt.

Da man einen Marathon nicht unbedingt alleine fahren sollte, wartete ich auf eine Gruppe, welche ich mal S-Express nenne. Hierbei handelte es sich um ca. 20 Radsportfreunde der Sprinter Waltrop, die ebenfalls diesen Marathon fahren wollten. Diesem Zug durfte ich mich dann auch anschließen, was, wie sich am Ende herausgestellt hat, eine super Sache war. Um 08:00 Uhr fiel dann der Startschuss und der Zug setzte sich langsam in Bewegung.

Von der Sporthalle Gysenberg ging es dann über Suderwich, Oer-Erkenschwick in Richtung Ahsen. In Ahsen erwartete uns nach 26 km schon die erste Kontrolle. Nach kurzer Stärkung ging es dann weiter. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Straßen noch relativ uneben und mit Schlaglöchern übersäht. Aber man weiß ja, dass solche Straßen im Ruhrgebiet öfters vorkommen können. Unsere Gruppe wies nun ca. 30 Fahrer auf. Das Tempo wurde seitens der Sprinter sehr gut gewählt, so dass jeder in der Gruppe locker mitfahren konnte.
Der Weg führte nun weiter über Olfen über Daldrup nach Senden, wo nach Kilometer 66 die zweite Kontrolle wartete. Während der Fahrt wurde der Wind auffällig stärker. Alleine schon aus diesem Grund war es gut in einer großen Gruppe zu fahren. Grundsätzlich wies diese Gruppe eine gute Disziplin auf. Es wurde in zweier Reihen gefahren und das Tempo blieb immer konstant. Leider wurde diese Gruppendisziplin ab und an von einigen überholten Fahrern gesprengt, da diese sich mitten in die Gruppe drängeln wollten. Allerdings bleibt festzustellen, dass dieses nur einige Ausnahmen waren.

Von Kontrolle 2 ging es nun über Appelhüsen, Bösensell, Hohenholte nach Havixbeck, wo nach 102 km auch gleichzeitig Kontrolle 3 und Wendepunkt war. In Havixbeck gab es dann auch die Warmverpflegung in Form einer Hühnersuppe. Sehr gut und sehr lecker. Anschließend gab es dann noch für jeden ein Joghurt. Nachdem ich meine Trinkflaschen wieder aufgefüllt hatte, ging es dann wieder weiter. Kurz nach dem Kontrollpunkt kam es bei langsamer Fahrt in einem Kreisverkehr in Havixbeck zu einem Sturz. Ein Fahrer der Sprinter wurde von einem anderen RTF Teilnehmer angefahren, so dass dieser stürzte. Der Fahrer der Sprinter blieb meines Wissens unverletzt, allerdings war der Materialschaden, so wie ich mitbekommen hatte, umso höher. Rahmenbruch!!
Nach kurzer Pause und Klärung ging es dann wieder weiter. Wir folgten nun den Weg Richtung Tilbeck, Schapdetten, Hangenau nach Senden. Hier war bei Kilometer 120 eine erneute Kontrolle. Da wir an der Kontrolle zuvor in Havixbeck gut verpflegt wurden, wurde hier nur kurz gestempelt, so dass die Fahrt sehr schnell weiter ging.

Nun folgte eine Strecke, die wieder durch starken Gegenwind geprägt wurde. Wir fuhren nun über Ottmarsbocholt, Ascheberg, Nordkirchen nach Capelle, wo uns nach 155 km die 5. Kontrolle erwartete. Dieses Stück hatte es übrigens windtechnisch besonders in sich. An dieser Kontrolle zeigte sich nun, warum man einen Marathon nicht alleine fahren sollte. Hier habe ich einige Fahrer getroffen, die vor uns gestartet sind, bzw. uns während des Marathons überholt hatten. Einige dieser Fahrer waren aus diesem Grund richtig platt und ausgepowert. Mir ging es zu dieser Zeit noch sehr gut, was allerdings kein Wunder war, da ich immer in einer gut funktionierenden Gruppe fahren konnte.

Von Capelle ging es nun über Südkirchen, Selm, Vinnum nach Waltrop. In Selm wurde unsere Fahrt durch eine Reifenpanne kurz gestoppt. Nach ca. 15 Minuten ging die Fahrt allerdings weiter. In Waltrop war dann nach 184 km die letzte Kontrolle. An dieser Kontrolle teilte sich nun die Gruppe. Ein Teil fuhr schon mal voraus. Da ich den Anschluss an diese Gruppe nicht sofort gefunden hatte, musste ich einen Teil der Strecke kurz alleine fahren. Diese Alleinfahrt dauerte aber nicht lange, da ich nach wenigen Minuten erneut einen Fahrer der Sprinter vor mir hatte. Mit diesem Fahrer bin ich dann der ersten Gruppe hinterher. Kurz vor dem Anschluss bekam mein Mitfahrer einen Krampf in seinem Oberschenkel. Hier zeigte sich nun auch wieder, dass man eine derartige Strecke nicht alleine fahren soll. Nachdem ich sein Bein entsprechend meiner alten Fußballkenntnisse mehrmals gedehnt hatte, kam auch schon die zweite Gruppe der Sprinter. Nach einer kleinen Pause mit entsprechender kurzer Verpflegung ging es dann wieder weiter Richtung Henrichenburg und Castrop-Rauxel. In Castrop-Rauxel wurde das Tempo der Gruppe nun spürbar schneller. Man merkte das man dem Ziel näher kam. Zwischendurch belief sich die Geschwindigkeit auf 40 km/h. Aufgrund einiger Ampeln in Herne konnte diese Geschwindigkeiten allerdings nicht lange gefahren werden, was auch gut war. In Herne, kurz vor dem Ziel, wurde das Tempo allerdings noch mal erhöht. Allerdings wurde nicht nur das Tempo erhöht, es warteten auch noch ein paar kleinere Anstiege auf mich. Aus diesem Grund ließen zwei Mitfahrer und ich die Gruppe in diesem Tempo die letzten zwei Kilometer fahren. Es folgten noch ein paar Ampeln und danach war auch schon das Ziel in Sicht.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal bei dem S-Express für die tolle Fahrt bedanken. Es hat mir zu jeder Zeit sehr viel Spaß gemacht und ohne diese Gruppe wäre ein 27,8 er Schnitt nie zu Stande gekommen.

Am Ziel erwartete dann jedem Marathoni ein kleines Präsent (der Inhalt wurde nur zur Verdeutlichung des Textes "eingeschüttet".)

Mein Fazit zu diese RTF:

Die Strecke.
Die ersten Kilometer waren etwas unrund. Danach verlief die RTF über gut befahrbare Straßen.

Die Verpflegung:
Besser geht es kaum. Croissants, Brote mit Nuss-Nugatcreme, Waffeln, Doppelkekse, Riegel, Brötchen, Bananen, Kaltgetränke und für Marathonfahrer gab es zusätzlich Suppe und Joghurt. Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

Streckenbeschilderung:
Alles bestens. Die Schilder waren immer sehr gut zu erkennen

Kilometer:
Es wurden 29 km, 42 km, 74, 111 km, 151 km, und 210 km angeboten

P.S. Hier noch ein kleiner Zusatz. Dieser Marathon ist aufgrund des Profils auch für Marathoneinsteiger sehr gut zu bewältigen.

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

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