Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 


+++ Newsticker +++              +++ Newsticker +++              +++ Newsticker +++             

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 311 mal aufgerufen
 RTF-Veranstaltungen
Holger Offline

Forum-Profi

Beiträge: 654

12.07.2009 18:36
Erfahrungsbericht zum Marathon des RC Tornado Rees v. 12.07.09 antworten

Ein Jahr nach meinem ersten Marathon, wollte ich dieses "Ding" noch einmal gerne wiederholen.
Um 05:00 rappelte der Wecker und es hieß "aufstehen". Meine unentbehrlichen Klamotten wie Fahrrad und Sporttasche hatte ich cleverer Weise schon am Vorabend gepackt. Nach einem entsprechenden Frühstück fuhr ich dann gegen 06:00 Uhr Richtung Rees.
In Rees angekommen, wo zu dieser Zeit das Wetter noch ganz gut war, ging ich als erstes zur Anmeldung. Nach der Anmeldung ging ich dann wieder zum Auto und packte alles aus. Mit Fahrrad, Helm usw. ging es dann zum "Startbogen". Pünktlich zum Start, um 07:00 Uhr, fing es dann auch endlich an zu regnen. Alle Marathonfahrer schauten irgendwie dumm aus der Wäsche, da keiner irgendwie Lust hatte im Regen zu fahren.
Schlussendlich ging es dann los. Da nützt auch kein jammern. Ich versuchte direkt eine ordentliche Gruppe zu finden. In diesem Fall entwickelte sich die Gruppenfindung von ganz alleine. Irgendwie konnte ich mich einem Pulk von ca. 25 Fahrern anschließen. Die hatten gutes Tempo drauf. Die hatten so gutes Tempo drauf, dass ich so zu mir dachte:"Bist Du eigentlich bescheuert? Die knallen hier mit 38 km/h entlang, dabei sind noch nicht mal 5km gefahren". Ein Marathon ist üblicher Weise länger als 5 km. Ich entschloss mich, was natürlich richtig war, mein Tempo zu drosseln. Mit den Gedanken:"Man sieht sich im Leben immer zwei Mal", verabschiedete ich mich von dieser Gruppe. (Auch hier sollte ich irgendwie Recht behalten).
Ich war nun in Esserden. Von Rees ging es direkt dorthin. In Esserden traf ich dann einen Fahrer, der wohl aber kein Interesse hatte mir zusammen zu fahren. Es wäre schon sinnvoll gewesen. Da der aber nicht wollte , fuhr ich also weiter Richtung Hönnepel und Appeldorn. Ich möchte noch erwähnen, dass der Regen bis dahin immer noch da war....
In Appeldorn wartete auch schon die erste Kontrolle. Hier befanden sich schon drei Fahrer aus dieser Gruppe. Da es aber nun stärker anfing zu regnen, wollten zwei Fahrer noch "kurz" warten. Der andere Fahrer machte sich gerade auf die Socken. Irgendwo in Marienbaum konnte ich dann auf diesen Fahrer aufschließen. Er fand die Idee der gemeinsamen Fahrt sehr gut. Es folgte nun ein Teilstück, an dem ich naturgemäß nicht so stark bin. Sämtliche Berge in Labbeck und Sonsbeck warteten auf mich. Hier verabschiedete ich mich wieder von meinem Fahrer, da er ein sehr guter Bergfahrer war. Schnell war er auch nicht mehr zu sehen. Ich glaube auf der Reichswaldstraße war er nur noch als kleiner Punkt zu sehen.
Irgendwie mogelte ich mich über die Berge und irgendwann überholten mich die Radsportler von Velo Wachtendonk. Ich versuchte mal an dieser Gruppe dran zu bleiben. Das ging auch einige Zeit gut, bis wir auf den Dassendaler Weg in Sonsbeck einbiegen mussten. Da ich wusste was kam, fuhr ich mein Tempo dem Berg hoch. Auch die Wachtendonker waren sehr schnell nicht mehr zu sehen. Irgendwann bog ich links und rechts ab und schon war ich auf der Straße "Op den Hövel". Diese Straße ist auch als Schweinehügel bekannt. Schwein wie ich hatte, überholte mich nun erneut eine Gruppe. Aber auch hier konnte ich nicht lange mithalten, da diese Fahrer wohl den Weltrekord im Marathon fahren aufstellen wollten. Da ging ja mal gar nix. Als es Richtung Xanten ging, teilte sich die Gruppe auf einmal. Nach kurzer Recherche wurde mir gesagt, dass diese Fahrer nicht zu der Weltrekrodgruppe gehörten. Auch diese mussten langsam fahren, was für mich ideal war. Übrigens, bis dahin regnete es immer noch!
Irgendwann fuhren wir kurz vor Xanten links ab und es folgte natürlich wieder ein Berg. Auch hier musste ich diese Fahrer wieder ziehen lassen. Diese Erkenntnis hat mich nun dazu gebracht, dass ich vermehrt Bergtraining absolviere [hmm]. Wie auch immer. An einer roten Ampel standen alle wieder einig zusammen. Ab Xanten verbiss ich mich nun in diese Gruppe. Es ging nun mit Regen von Xanten aus nach Labbeck. Hier war auch Kontrolle 2.
Da sich diese Gruppe nun länger an K 2 aufhalten wollte, entschloss ich mich aus wettertechnischen Gründen meine Fahrt fortzusetzen. Schließlich fuhr gerade vor mir einer los. An diesen Fahrer musste ich mich aber Meter für Meter heranarbeiten, da der auch ein sehr gutes Tempo fuhr. Später erfuhr ich, dass dieser Mann ein Extremsportler ist und schon das eine oder andere Mal den Marathon Trondheim-Oslo gefahren ist. Hut ab!
In Vynen war es dann soweit. Wir fuhren nun zu zweit nach Niedermörmter. In Niedermörmter wurden wir allerdings dann schon wieder von den Fahrern eingeholt, die länger an K 2 geblieben sind. Wir waren nun zu viert. Als ich dem Trondheim - Oslo - Fahrer mitteilte, dass wir nun zu viert seien und er nicht immer nur vorne fahren muss, sagte er nur "ja" und zog mal eben das Tempo von 33 auf 38 hoch. Vermutlich wollte auch er alleine fahren. Sein Problem war, dass wir nicht ohne ihn fahren wollten. Als wir zur Rheinbrücke Rees kamen, wechselte dann auch mal tatsächlich die Führungsarbeit. Hier sei gesagt, dass es zu diesem Zeitpunkt immer noch regnete.
Von der Rheinbrücke ging es nun entlang der B67 Richtung Rees. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich so um die 70 km auf dem Tacho.
Irgendwann mussten wir von der B67 nach rechts Richtung Haldern abbiegen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Führung wieder gewechselt. Auch dieser Fahrer gab richtig Gummi. In Haldern war dann auch endlich die Kontrolle 3. An der K3 stempelten wir unsere Karten ab und verpflegten uns kurz. Unser Trondheim - Oslo Fahrer stempelte seine Karte ab und fuhr weiter. Zu diesem Zeitpunkt bestätigte sich mein Verdacht, dass dieser Fahrer nicht mit uns fahren wollte. Wir setzten somit die Fahrt zu dritt fort. Es folgte nun eine regnerische Fahrt von Haldern über Dingden und Krommert nach Hoxfeld. Hier in Hoxfeld ging es so mit dem Regen. Er war zwar da, aber nicht so schlimm. In Hoxfeld gab es die Warmverpflegung. Mit dieser ließen wir uns auch Zeit. Irgendwann kamen dann die Uedemer Radsportfreunde an diese Kontrollstelle. Ein kurzes "Hallo" und ein wenig Small-Talk und schon ging es für uns vier weiter. Ja, wir waren nun zu viert. Der Mitfahrer der mich in auf der Reichswaldstraße ganz mächtig hat stehen lassen, fuhr nach meiner Aufforderung auch mit uns über. Das Tempo wurde von unserem Mitfahrer immer über 30 km/h gehalten. Dieses Tempo war allerdings sehr gut zu fahren, da die Sache mit dem Windschatten sehr gut funktionierte. Kurz nach dieser Kontrolle hatten wir ein kleines Problem. Es kamen einfach keine Schilder mehr. Vermutlich hatten wir ein Schild übersehen. Nach einem kleinem Umweg fanden wir dann aber wieder die richtige Strecke, so dass wir irgendwann in Erle ankamen. Hier war nur eine Verpflegungsstelle. Da es in Erle natürlich auch regnete, hielten wir uns dort nur ca. 3 Sekunden auf.
Von Erle ging es nun nach Voshövel. In Vosshövel gab es eine Kontrolle, die nunmehr fünfte und zudem gab es dort Regen. Man konnte das alles mittlerweile nur noch mit Humor nehmen. Von Blumenkamp ging es nun mit immer noch sehr hohem Tempo über Flüren nach Bislich. Hier war dann endlich die letzte Kontrolle. In Bislich war aber kein Regen. Irgendwie wurde es auch heller. Wir nutzten die Chance und blieben etwas länger an diese Kontrolle. Irgendwann meinte unser Tempomacher, dass wir nun für die letzten Kilometer den Endspurt ansetzen könnten. Die Definition von "letzten Kilometer" lag nach Rückfrage beim Kontrollposten bei ca. 15 km. Aufgrund dieser Aussage dachte ich, dass das alles nur ein Spaß gewesen sei. Natürlich war das kein Spaß. Wie naiv konnte ich nur sein? Es ging auf das Rad und das Tacho zeigte sofort die 35 km/h Marke an. Konnte das gut gehen?
Da wir nun über den Rheindamm fahren mussten, konnte unser Tempogestalter diese Tempo nicht immer fahren. Irgendwann fuhren wir auch mal so um die 32 km/h. Das war schon eine tolle Erholung. Nach kurzer Zeit sagte einer der anderen Mitfahrer, dass er nicht mehr könne. Da ich genug Windschatten zu bieten habe, verlangsamte ich nun die Fahrt erheblich und ließ unseren Tempomacher mal fahren. Er hatte von der Sache wohl nichts mitbekommen. Scjließlich bemerkte er aber seine Alleinfahrt und wurde entsprechend langsamer, so dass wir aufschließen konnten. Diese ruhige Fahrt hielt aber nicht lange an. In Haffen wurde die Temposchraube wieder nach oben geschraubt. Das gute an solchen Fahrten ist, dass man irgendwann seine Schmerzen gar nicht mehr merkt. Man fährt und fährt und hofft einfach nur noch ins Ziel zu kommen.
Schließlich war es dann auch soweit. Wir bogen nach rechts ab und wir wurden vom Orstschild "Rees" empfangen. Nach ein paar Kilometern war dann auch Ende. Allerdings wurde auch hier immer peinlichste darauf geachtet, dass die Geschwindigkeit nie unter 30 kam.
Natürlich regnete es bei unserer Ankunft. Allerdings nur ein bisschen.
Nachdem ich mein Fahrrad mit dem vorhandenen Wasserschlauch gereinigt hatte, machte ich mir den Spaß und schaute mal auf mein Tacho.
Die Marathonstrecke belief sich auf korrekte 205 km. Das wurde mir von mehreren Fahrer bestätigt. Da wir ja einen kleinen Umweg in Kauf nehmen mussten, wies mein Tacho 218 km auf.
Die reine Fahrzeit lag bei 07:22:49 Stunden
Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 29,5 km/h. In diesem Fall stand die "3" mal nicht vorne, was ich persönlich auch nicht schlimm fand.
Mein Kalorienverbrauch lag bei 32403. Das ist natürlich Unsinn. Es waren aber gefühlte 32403 Kalorien. Laut meinem Tacho lag der Verbrauch bei 8105 Kalorien.

So, und was habt ihr so gemacht??

Übrigens, Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen. Da meine Brille während der Fahrt immer beschlagen war, habe ich diese dann irgendwann entnervt abgesetzt. Ich habe wohl noch mind. 5 kg Sand in meinen Augen.

P.S.

Kleiner Nachtrag
Die Verpflegung war wie immer sehr gut

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

Moni Offline

Forum Supporter

Beiträge: 263

12.07.2009 19:10
#2 RE: Erfahrungsbericht zum Marathon des RC Tornado Rees v. 12.07.09 antworten

Hallo Holger,

herzlichen Glückwunsch zum gefahrenen Marathon. Ich finde, bei dem Wetter ist das eine tolle Leistung.
Aber ging es nicht etwas schneller????


Deine Frage: So, und was habt ihr so gemacht??

So ganz ohne Radfahren ging es bei uns auch nicht. Wir sind heute um 10 Uhr mit 4 Fahrern, Johannes, Heinz-Peter, Werner und ich, zumindest ein Viertel Marathon ab Twisteden gefahren.

Den Rest fahren wir ein andermal.

Gruß Moni

Gruß Moni

Holger Offline

Forum-Profi

Beiträge: 654

12.07.2009 19:47
#3 RE: Erfahrungsbericht zum Marathon des RC Tornado Rees v. 12.07.09 antworten

In Antwort auf:
Ich finde, bei dem Wetter ist das eine tolle Leistung.


Naja, war schon ganz OK....

Achso. Es wurden immer irgendwelche von uns gemacht. Vielleicht habe ich ja das Glück, dass das eine oder andere Bild von mir auch eingestellt wird.

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

Ralf Offline

Postmaster


Beiträge: 150

13.07.2009 09:41
#4 RE: Erfahrungsbericht zum Marathon des RC Tornado Rees v. 12.07.09 antworten

Hallo Holger,

Du musst ja total schmerzfrei sein, wenn man bei dem Sauwetter noch einen Marathon fährt. Zu der Frage, was wir so gemacht haben kann ich folgendes als Antwort geben:

Uta musste wie so oft arbeiten.
Ich wurde bereits am Samstag bei einer Ausfahrt nass, so dass ich mir am Sonntag schön die Tour de France Etappe angesehen habe.

Grüsse

Ralf

Henning Offline

Stammgast


Beiträge: 94

14.07.2009 08:07
#5 RE: Erfahrungsbericht zum Marathon des RC Tornado Rees v. 12.07.09 antworten

Herzlichen Glückwunsch Holger
Als bei dem Wetter hab ich extrem couching gemacht. War sehr erholsam. [gähnen]

Henning

Karl Paessens Offline

Stammgast

Beiträge: 68

14.07.2009 08:49
#6 RE: Erfahrungsbericht zum Marathon des RC Tornado Rees v. 12.07.09 antworten

Hallo Holger
Hut ab vor dieser Leistung.
Bei dem Wetter umso höher einzuschätzen, alle Achtung.
Mach bloß nicht zuviel Bergtaining sonst sind wir auf Dauer ohne Chance gegen dich.
Bis bald Karl.

Holger Offline

Forum-Profi

Beiträge: 654

15.07.2009 09:11
#7 RE: Erfahrungsbericht zum Marathon des RC Tornado Rees v. 12.07.09 antworten

Hier geht es zu den Bildern.

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

Stefan.Peters Offline

Kennt sich schon aus

Beiträge: 25

15.07.2009 16:34
#8 RE: Erfahrungsbericht zum Marathon des RC Tornado Rees v. 12.07.09 antworten

Holger, Holger wie Ralf schon sagte vollkommene Schmerzfreiheit.

:D Respekt

Dann müssen wir also öfters mal in die Berge damit du dann demnächst die Trondheim-Oslo Menschen stehen lässt ;)

Ich hab übrigens schön Tour geguckt und dachte mir is auch mal schön wie sich andere quälen... hätte ich natürlich gewusst das du trotz des Sauwetters fährst wäre ich an die Strecke gekommen und hätte mir deine Qual angeguckt ...


 Sprung  
Bilder hochladen

Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor