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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 RTF-Veranstaltungen
Holger Offline

Forum-Profi

Beiträge: 654

27.05.2008 10:42
Erfahrungsbericht der RTF RC Dorff v. 24.05.08 antworten
RTF Dorff vom 24.05.08

Am 24.05.08 fuhren Julia, Moni, Karl, Werner und ich gegen 08:45 Uhr zur RTF des RC Dorff (Aachen).



Eine RTF, die im Vorfeld schon etwas Angst und Schrecken einflößte, da das Höhenprofil, zumindest für uns Niederrheiner, sehr anspruchsvoll war. In „Fachkreisen“ ist diese Tour auch als Cellulite-Tour bekannt ;-)
Aber egal, „ da müssen wir nun mal durch“. Gesagt, getan. Ankunft um 10:00 Uhr. Die Räder abgepackt und auf zum Start. Startgeld gezahlt, Nummer abgeholt und ab die Post.
Wir beschlossen in einer Gruppe bis zu ersten Streckenteilung zu fahren. Diese kam dann auch sehr schnell und die Mädels beschlossen, da sie natürlich noch fit waren, sich auch der 75 km Runde anzuschließen. Man merkte nun, dass wir uns langsam aber sich der Voreifel näherten. Die Hügel wurden hügeliger und die Berge wurden bergiger. Überraschender Weise trotzte jeder von uns diese Hügel und Berge. Auch das Kopfsteinpflaster, welches ab an und mal auftauchte, wurde ohne Panne und Probleme gemeistert.
Bei Kilometer 24 wurde die Gruppe dann allerdings jäh gesprengt. Im Glauben, dass ich noch alle Twistedener Fahrer hinter mir im Windschatten hatte, fuhr ich entsprechend den Richtungspfeilen und bog nach rechts ab. Hierzu sei vorab gesagt, dass diese Pfeile nicht immer sofort auf dem ersten Blick zu erkennen waren. Ich habe zwar hinter mir auch immer irgendwelche Stimmen von Radfahrern gehört, allerdings waren diese mir nicht mehr vertraut und hatten diesen typischen Aachener Slang. Da von uns definitiv keiner diesen Slang hatte, schaute ich mich also um und stellte fest, dass meine Leute weg waren. Ich fuhr rechts ran und stieg vom Rad ab. In der Hoffnung, dass die vier bald auftauchen würden, wartete ich eine Weile. Da sich keiner blicken ließ, fuhr ich bis zur letzten Abbiegung zurück. Auch hier war nichts mehr zu sehen. Die Abbiegung war korrekt, mir kamen zig Radfahrer entgegen aber irgendwie waren nie die richtigen Radler dabei. Was sollte ich nun tun? Da ich nicht länger warten konnte, setzte ich dann meine Fahrt alleine fort. Es folgte nun eine fast 50 km Alleinfahrt. Leider kam es auch zu keiner neuen Gruppenbildung, da die Berge und die Abfahrten dieses so nicht zuließen und viele Fahrer für sich fahren wollten. Kurz vor der Kontrolle ging es mal wieder ein richtiges Stück bergauf. An der Kontrollstelle angekommen hoffte ich darauf, dass ich die vier dort treffen würde. Also, ran an die Kontrollstelle, runter vom Rad, Augen auf und gucken. Nein, keine bekannten Gesichter waren dort. Also, Karte abstempeln lassen, kurz was essen, was trinken, und noch mal eben auf die vier verlorenen Mitradler warten. Da diese nicht zu sehen waren, ging es also wieder weiter. Es folgte nun eine sehr schöne Tour durch Ostbelgien mit schönen Landschaftsbildern.
Viele Wälder, viele kleine Ortschaften in denen die Welt wohl noch in Ordnung ist und viele Berge mit den entsprechenden Abfahrten. An den diversen Anstiegen stellte ich mir dann immer häufiger die Frage: „Warum tust Du Dir das eigentlich alles an“? Eine Frage, die durch das schöne Panorama schnell beantwortet wurde. Nach einiger Zeit auf dem Rad wurde ich Opfer einer ungenauen Wegführung. Dort wo ich hätte nach rechts abbiegen müssen, fuhr ich mit drei Leuten geradeaus weiter. Als wir dann nach ein paar Kilometern merkten, dass wir ganz falsch waren, drehten wir um und fuhren den Weg zurück. Plötzlich sahen wir auch die richtigen Pfeile, folgten diesen und waren dann wieder auf dem richtigen Weg. Irgendwie war
bei der Streckenführung was „zerstrubbelt“ worden.
Trotz des kleines Umweges konnte ich meine vier verlorenen Mitfahrer immer noch nicht ausfindig machen. Es folgte nun ein serpentinartiger Aufstieg, der es richtig in sich hatte. Und auch hier kam wieder die Frage auf: „Warum tust Dir das alles eigentlich an“? Dieses mal konnte das schöne Panorama diese Frage nicht beantworten, da ich mit dem Berg zu kämpfen hatte und mich somit nicht auf die Landschaft konzentrieren konnte. Aber auch dieser Berg konnte bezwungen werden, was dazu führte, dass ich mich wieder der Landschaft widmen konnte. Irgendwann kam dann mal wieder eine Kontrollstelle, an der ich mich aber nur sehr kurz aufhielt. Auch hier waren meine vier verlorenen Mitstreiter nicht zu finden.
Es folgten nun die letzen 25 der RTF. Durch viele Ortschaften ging es wieder zurück nach Deutschland. Aber auch hier musste man sehr genau auf die Richtungspfeile achten, da diese nicht immer zu sehen waren. Irgendwann, kurz vor Schluss in der „Flachetappe“, traf ich dann auf einen alten Bekannten. Diesen Bekannten treffe ich leider bei jeder meiner Ausfahrten und war eigentlich froh, diesen in den Bergen nicht getroffen zu haben. Der Bekannte mit dem Namen „Gegenwind“ machte sich nun bemerkbar. „SUPER, das hat ja noch gefehlt“. Da quält man sich die Berge rauf und dann kommt kurz vor Schluss noch so was. Aber egal, „da muss ich nun mal durch“. Um 14:00 Uhr war ich dann endgültig und glücklich am Ziel. Allerdings waren meine verlorenen vier nicht da. Also, Nummer abgeben, das verdiente Bier trinken und warten bis die anderen im Ziel einschlagen. Drei Bier und einen Nudelsalat später, um 14:30 Uhr, kamen dann Julia, Moni, Karl und Werner ins Ziel.
Nach meiner Frage was denn passiert sei und wo sie denn nun waren stellte sich heraus, dass ich wohl irgendwann mal an einer Ampel die Grünphase bekommen haben, die anderen aber nicht. Aus diesem Grund kam keiner hinter mir her und es entstand eine kleine Lücke, die von Karl oder Werner vielleicht hätte zugefahren werden können. Das erklärte aber nicht, warum ich sie dann gar nicht mehr gesehen habe. An der Stelle, wo ich mit den beiden Slang sprechenden Aachenern abgebogen bin, sind die vier dann geradeaus durchgefahren. Wie gesagt, der Wegweiser war auch an der Stelle nicht so richtig zu erkennen.
Wichtig war aber, dass alle die Strecke gut bewältigt haben. Es gab keinerlei Pannen, keine Stürze und kein Regen. Moni wurde wohl von einer Biene gestochen. Aber auch das hat sie problemlos wegstecken können.

Fazit: Eine durchaus runde RTF, auch wenn ab und an mal die Wegweiser schlecht zu sehen waren. Die Verpflegung war gut, das Streckenprofil anspruchsvoll und die Landschaft hat einiges zu bieten. Diese RTF sollte man sich für das nächste Jahr merken. Vielleicht sitzt dann auch die große Runde drin.

Das war die Geschichte zu meiner Runde. Zu der Runde von den anderen kann ich nicht viel Schreiben. Da sind dann Julia, Moni, Karl und Werner gefordert.

Die Bilder werden noch eingestellt.

LG
Holger




Copyright Monika u. Werner Hax

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

Werner Offline

Forum-Profi

Beiträge: 321

28.05.2008 22:53
#2 RE: Erfahrungsbericht der RTF RC Dorff v. 24.05.08 antworten
Ergänzung zu Holgers Bericht

Viel zu ergänzen gibt es nach dieser ausführlichen Schilderung von Holger nicht. Wir haben ähnlich gefühlt wie Holger. Schade, daß wir uns so früh verloren haben.



Wir haben versucht, per Handy anzurufen, bekamen aber keine Verbindung. Beim nächsten Mal passen wir besser auf. Es hat unheimlich Spaß gemacht, in unserer kleinen Gruppe alle "Höhen und Tiefen" dieser RTF-Strecke zu bewältigen. Der Wind, der uns bei den letzten Ausfahrten immer begleitet hat, hat uns offensichtlich gut auf die Berge vorbereitet. Diese Gegend macht wirklich Lust auf mehr! Die Anfahrt von ca. 1,5 Stunden lohnt sich.
Unter dem Namen "Flèche de l`Est Classic" ist am 24.08.08 im belgischen Herbesthal ( in der Nähe der beschriebenen RTF ) eine RTF mit Strecken von 45, 75, 115 und 155 km sowie ein Marathon von 205 km ausgeschrieben. Diese RTF zählt zur Interland-Trofee 2008 (RTF-Nr. 1859). Weitere Informationen gibt es unter http://www.helowa.be. Nach den Streckenbeschreibungen, die man dort findet, handelt es sich um anspruchsvolle Strecken. Vielleicht finden sich ja einige zusammen, die Lust auf diese RTF haben.
Die von mir bisher aufgezeichneten RTF-Strecken habe ich auf http://www.gpsies.com unter dem Benutzernamen wernerh gespeichert. Mit der Suchfunktion kann man sich dann alle Strecken von mir anzeigen lassen. Der direkte Link zur RTF RC Dorff ist http://gpsies.com/map.do?fileId=jpoiaazqhikvsiff. Der Vorteil dieser Plattform ist, daß man sehr viele Formate erstellen und benutzen kann und jeder darauf zugreifen kann. Wenn hierzu Fragen auftauchen, bin ich gerne bereit, zu helfen, wenn ich kann.

Gruß Werner



Copyright Monika u. Werner Hax

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