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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 243 mal aufgerufen
 RTF-Veranstaltungen
Holger Offline

Forum-Profi

Beiträge: 654

09.05.2010 13:43
Erfahrungsbericht zum RTF RC Dorff vom 08.05.2010 antworten

Samstag morgen, halb neun in Kevelaer. Werner und ich packen unsere Räder ins Auto und machen uns auf den Weg nach Stolberg, zur RTF des RC Dorff. In diesem Jahr wollten wir die 117 km Strecke angehen. Die halbe Fahrt verbrachten wird u.a. mit Spekulationen rund um das Wetter. Die Vorhersagen konnten ja alles bringen, also Regen und/oder Sonne, oder Regen in Verbindung mit Sonne. Nach einer guten Stunde Fahrt kamen wir dann am Start an. Hier gingen dann die Spekulationen um die Kleidung weiter. Da das Wetter sich noch immer nicht konkret entscheiden wollte und es auch noch relativ kalt war, entschieden wir uns für unsere orangenen Jacken. Grundsätzlich war das erstmal keine falsche Entscheidung. Auch die langen Handschuhe und die Überschuhe waren erstmal keine falsche Entscheidung, da uns viele einheimische Fahrer auch in solchen Kombinationen entgegen kamen. Um kurz nach 10:00 fuhren wir dann zum Startort und meldeten uns an. Es war schon einiges los, da es sich um eine Jubiläums-RTF des RC Dorff handelte. Nach kurzer Anmeldung gingen wir dann zum Start und warteten der Dinge, die uns noch so erwarteten. Grundsätzlich erwartete uns der Start, 117 km und ca. 1500 Höhenmeter. Alles andere war offen. Beim Start sagte der Verantwortiche des RC Dorff noch, dass man nicht nur auf das Tacho, sondern auch mal die schöne Gegend schauen sollte. Nach dem "Startschuss" ging es eigentlich recht zügig los. Wie es bei einer RTF so ist, finden sich immer sehr schnell Gruppen. Allerings wussten Werner und ich nicht, ob wir uns diesen Gruppen anschließen sollten, da die Erfahrung zeigt, dass solche Gruppen unterschiedliche Leistungsstände haben und dann sehr schnell kaputt gefahren werden. Da Werner und ich wohl nahezu einen gleichen Leistungsstand haben, machten wir beide kurzerhand unsere eigene Gruppe auf. Mit dieser Entscheidung lagen wir goldrichtig. Wie sich später zeigte, holten wir den einen oder anderen Fahrer auch schnell wieder ein.
Den genauen Streckenverlauf wird Werner wohl noch einstellen.
Da die Strecke in die Ardennen ging, war es ja naheliegend, dass es immer wieder einige Steigungen zu erklimmen gab. Positiv ist jetzt schon zu erwähnen, dass bei jeder größeren Steigung ein Hinweisschild stand mit den Angaben über Länge der Steigung und der Steigung in Prozent. Ein sehr guter Service, der einem das Bergfahren doch erleichtert. Gut war auch, dass man sich nach jedem Anstieg auch wieder in Form einer Abfahrt erholen konnte. Diese Erholung war für mich auch sehr wichtig. Kurz vor der ersten Kontrolle wurde es dann noch einmal anstrengend. Aber auch diese Steigung meisterten wir beide ohne Probleme. Die erste Kontrolle in Henri-Chapelle(Belgien) war verpflegungstechnisch m.E. ein Kracher. Dieses zeigte auch der Andrang an dieser Kontrolle. Diese Kontrolle ließ keine Wünsche offen. Nach einer guten und auch notwendigen Stärkung ging es dann wieder auf die Strecke. Unmittelbar nach der Kontrolle kam dann auch schon die Streckenteilung. Ohne große Überlegung fuhren wir auf die 117 km Strecke. Mittlerweile zeigte sich dann auch mal die Sonne, so dass es uns in unseren Winterjacken doch sehr warm wurde. Teilweise zu warm. Aber die Abfahrten zeigten uns dann doch, dass wir die Wahl der Jacken richtig getroffen hatten, da es bei den Abfahrten richtig kalt war. Während unserer Fahrt haben wir uns dann wirklich mal nicht auf den Tacho, sondern auch mal, wie vom Starter gefordert, auf die schöne Gegend konzentriert. Es folgten nun immer wieder einige steile Passagen, die wir m.E. sehr gut gefahren sind. Bei den Abfahrten haben wir es auch langsam angehen lassen, da uns die Sicherheit einfach wichtiger war. Einige andere Fahrer waren wohl anderer Meinung und knallten die Abfahrten recht waghalsig runter. Wer es denn kann...
Über viele weitere belgische Ortschaften und Anstiege kamen wir dann an die zweite Kontrolle. Hier war der Andrang nun weniger, da es wohl wenige Fahrer auf der 117 km Strecke gab. Zumindest fuhren Werner und ich eine Weile ohne irgendwelche Fahrer vor oder hinter uns zu sehen. Die Strecke führte ab ab jetzt wieder Richtung Henri-Chapelle. Unmittelbar danach erwartet uns der wohl für mich schwierigste Teil der RTF. Es folgte nun eine Steigung, welche serpentinenmäßig den Berg hoch führte. Laut meinem Tacho bin ich diesen Berg mit 9 km/h hochgefahren. Werner war immer unmittelbar im "Windschatten" hinter mir. Gemeinsam kämpften wir uns diese Steigung hoch und waren dann auch glücklich, als wir oben waren. Die folgende Abfahrt wurde damit verbracht, dass die Getränkeflasche fast geleert wurde, da es uns in unseren Jacken beim Aufstieg wieder sehr warm war. Bei der Abfahrt waren wir dann wieder sehr froh diese Jacken zu tragen.
Während der Rückfahrt war es nun ein angenehmes Fahren. Die Straßen waren sehr verkehrsarm und auch gut zu befahren. Natürlich gab es die einen oder anderen Schlaglöcher oder Unebeneinheiten auf der Strecke. Auch Kopfsteinpflaster wurde uns präsentiert. Meine schlimmsten Befürchtungen, sprich Speichenbruch o.ä., traten auf diesem Streckenabschnitt nicht ein.
Die Entfernung von der zweiten zur dritten Kontrolle war doch recht weit. Ca. 20 km vor dem Ziel waren wir dann an der letzten Kontrolle. Hier stärkten wir uns noch einmal kurz und fuhren dann Richtung Ziel. Kurz vor dem Ziel, wo wir wirklich dachten, dass diese Aufstiege ein Ende haben sollten, kam noch mal eine richtig schöne Rampe. Das war ca. 2 km vor dem Ziel. Diese Rampe sorgte dann auch dafür, dass ich kurz vom Fahrrad musste. Während des Anstieges merkte ich schon ein Zwicken in meinem Oberschenkel. Wenig später folgte dann auch der Krampf. Naja, kurz aus den Pedalen, das Bein gestreckt und schon war der Krampf wieder weg. Die restlichen Meter zum Ziel konnten wir dann noch gut über die Bühne bringen.
Im Ziel angekommen stärkten wir uns dann erstmal mit Nudeln und Cola/Bier.

Mein kleines Fazit zu dieser RTF:

Der Veranstalter versteht es echt eine RTF zu einem Volksfest zu machen.
Eine Musikgruppe spielte Musik, das Essen an den Ständen bestand nicht nur aus Kuchen und Würstchen, sondern glich eher einem warmen Buffet.
Die Strecke waren sehr gut gewählt und wenn man nicht zu schnell gefahren ist, konnte man sich auch der Gegend erfreuen.
Die Kontrollstellen war sehr gut besetzt und ließen keine Wünsche übrig. Von Bananen über Äpfel, Waffeln, Schokobrötchen, Gummibärchen und isotonischen Getränken gab es wirklich alles.

Grundsätzlich sollte man sich diese RTF auch fürs nächste Jahr vormerken.

@ Werner: Sollte ich was in meiner Euphorie vergessen haben, dann sei doch bitte so gut und vervollständige den Bericht.

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

dutchbasti Offline

Stammgast

Beiträge: 73

09.05.2010 17:46
#2 RE: Erfahrungsbericht zum RTF RC Dorff vom 08.05.2010 antworten

sorry, Montag ??

http://www.alleblas.de

Holger Offline

Forum-Profi

Beiträge: 654

10.05.2010 07:16
#3 RE: Erfahrungsbericht zum RTF RC Dorff vom 08.05.2010 antworten

Danke für den Hinweis Sebastian... Ich war meiner Zeit wohl voraus

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

Werner Offline

Forum-Profi

Beiträge: 321

10.05.2010 23:07
#4 RE: Erfahrungsbericht zum RTF RC Dorff vom 08.05.2010 antworten

Ja, es war wirklich eine schöne RTF, die ich mit Holger gefahren bin und die ich gerne wiederholen werde. Es lohnt sich, die lange 117 km Strecke in Angriff zu nehmen. Bis auf ca. 20 km führt diese Strecke ausschließlich durch Ostbelgien und führt dabei durch das deutsche, wallonische und flämische Sprachgebiet von Belgien. Wenn man mit dem Rad durch diese friedliche Gegend fährt, kann man sich eigentlich nicht vorstellen, daß diese Sprachunterschiede, die man auch an den Ortsschildern erkennt, immer wieder zu großen Streitigkeiten im belgischen Königsreich führen. Einen Tages- oder Wochenendausflug in diesen Teil Belgiens kann ich nur empfehlen. Wer nach "val dieu", "Land von Herve" oder "Aubel" oder "Clermont" auf Google sucht, wird viele interessante Informationen über diesen Landstrich finden. Wenn man mit dem Rad durch diese Gegend fährt, sollte man allerdings schon ein paaar Kilometer in den Beinen haben, um die zahlreichen Steigungen auch noch etwas "genießen" zu können.
Holgers Beurteilung der RTF in seinem Fazit kann ich nur unterstreichen. Auf der Homepage des RC Dorff http://www.rc-dorff.de sind in der Bildergalerie zahlreiche Bilder der diesjährigen Veranstaltung zu sehen, auch von Holger und mir.
Meine Streckenaufzeichnung mit dem Garmin Edge 305 habe ich bei gpsies eingespielt http://www.gpsies.com/map.do?fileId=kxbfmksayjjvnkti. Dort habe ich auch das aufgezeichnete Höhenprofil und zwei Bilder mit "orangenen Jacken" eingefügt.
Während der RTF wurden wir (wegen unserer auffälligen Jacken?) übrigens mehrfach darauf angesprochen, wo denn "Twisteden" läge. Die Stadt Kevelaer war den meisten jedoch als Wallfahrtsort bekannt. Bei einem Frager war Twisteden der Ort bei "Irrland"!

Gruß Werner

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