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Holger Offline

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Beiträge: 654

14.06.2011 10:17
Erfahrungsbericht RTF "Wildpferdecup" v. 13.06.2011 in Dülmen antworten

Aufgrund einer Einladung eines Radsportfreundes der DJK Dülmen, den ich mal vor geraumer Zeit kennen gelernt habe, habe ich mich am Pfingstmontag auf dem Weg nach Dülmen gemacht. Nach meiner letzten RTF beim RC Dorff und meiner damit zusammenhängenden kleinen Pause, wollte ich nun wieder auf die Straße.

Die DJK Dülmen veranstaltete ihre 12. RTF. Obwohl Dülmen nicht so weit entfernt ist, bin ich diese RTF im Münsterland noch nie gefahren. Münsterland… Wenn man das hört, denkt man unweigerlich an flaches Land und jede Menge Gegenwind. Auch an diesem Tag sollte es wieder sehr windig werden. Meines Erachtens ist der Wind im Münsterland noch etwas heftiger als bei uns am Niederrhein. Aber trotz des Windes war mein Ziel an diesem Tag die 152 km zu fahren. Um es Vorweg zu nehmen, ich habe dieses Ziel nicht erreicht. Die Erklärung dazu folgt gleich.

Start und Ziel waren an dem Clemens von Bretano Gymnasium Dülmen. Positiv war schon bei der Anfahrt zu bemerken, dass ab der Autobahnabfahrt der A 43 die Beschilderungen zum Start vorhanden waren. Da braucht man schon kein Navi mehr.
Am Startort angekommen, lies ich mein Rad erstmal wo es war, im Auto. Ich ging zur Anmeldung und spätestens da merkte ich, dass es sehr gut war in Dülmen zu fahren. Hier konnte ich mal wieder die Geographiekenntnisse einiger Münsterländer und Ruhrpottler aufbessern .

Die Frage die mir am meisten gestellt wurde war: „Wo liegt denn Twisteden?“
Die Frage die danach gestellt wurde war dann in der Regel: „Wo liegt denn Kevelaer?“

Also hatte sich mein Erscheinen dort schon zu diesem Zeitpunkt gelohnt. Nachdem ich das also den Leuten dort erklärt habe, ging ich dann wieder zu meinem Auto und packte mein Rad aus dem Auto und fuhr Richtung Start. Da meine Kette sich auf dem kleinen Kettenblatt befand, wollte ich die Kette natürlich auf das große Blatt bringen. Nachdem ich den Schalthebel betätigt hatte, brach dieser gnadenlos und ohne Vorwarnung ab. Da stand ich nun mit einem abgebrochenen Schalthebel, der Kette auf dem kleinen Blatt und dem Gedanken, dass es nun wohl nicht zu einer 152 km Runde reichen würde. Alle Bemühungen die Kette auf das große Blatt zu bekommen waren umsonst. Es hätte auch ohnehin nicht viel gebracht, da die „Baumberge“ auf mich warteten. Spätestens hier hätte ich wieder auf das kleine Blatt schalten müssen. Die Baumberge kann man vielleicht mit der einen oder anderen Erhöhung in unserer Sonsbecker Schweiz vergleichen.
Also fuhr ich vom Start weg auf dem kleinsten größten Gang. Natürlich konnte ich so kein Tempo aufnehmen. Ich hatte zwar an eine Gruppe Anschluss gefunden, allerdings machte diese Gruppe auch das, was alle Gruppen gerne machen. Es wurde nach jeder Kurve richtig beschleunigt. Da kam ich natürlich nicht lange mit. Ich ließ die Gruppe dann fahren und fuhr dann mein Tempo durch. Für mich war auch jetzt schon klar, dass ich so die 152 km nicht fahren würde. Es stellte sich jetzt nur noch die Frage, was ich noch fahren werde. Als mich erneut eine Gruppe überholte, konnte ich mich doch gut an diese dranhängen. Das lief auch sehr gut. Ein Fahrer der Gruppe dachte sich das es zu gut lief und meinte aufgrund dessen, dass er an einem geschlossenen Bahnübergang vorbei fahren müsste. Hätte er das 2 Sekunden später gemacht, wäre ich Zeuge eines verheerenden Unfalles geworden. Der Zug fuhr hupender Weise nur knapp an dem Fahrer vorbei. Er und wir sind alle mit einem großen Schrecken davon gekommen. Natürlich musste er sich im Anschluss einige dumme Kommentare anhören. Meines Erachtens zurecht. Die Schranken sind ja nicht umsonst unten. Es folgte dann auch schon recht schnell die erste Kontrolle. Diese war schon sehr gut besucht, das sich hier viele Sternfahrer eingefunden hatten. Ich habe mich an dieser Kontrollstelle nur ganz kurz aufgehalten. Also Stempel geholt, Banane reingezogen und weiter. Es folgte nun eine Alleinfahrt durch das windige aber schöne Münsterland. Schlussendlich sollten dann auch noch die berühmten Baumberge auf mich warten. Da waren schon ein paar gute Höhenmeter zu absolvieren. Am „Gipfel“ war dann auch die 2. Kontrolle. Hier entschied ich mich nun auf die 79 er Strecke zu gehen. Es hatte einfach keinen Sinn mehr auf dem kleinen Kettenblatt zu fahren. So hatte ich dann noch ca. 25 km bis zum Ziel. Die restliche Strecke verlief über verkehrsarme Straßen bis nach Dülmen.
Im Ziel angekommen, konnte ich bei einem Würstchen und einem Kaltgetränk wieder diversere Fragen über Twisteden und Kevelaer beantworten .

Mein Fazit zu dieser RTF:

Die Strecke:
Ab den ersten Metern wurde sehr viel Wert darauf gelegt, dass verkehrsarme Straßen und Wege genutzt wurden. Auf meiner RTF Strecke gab es nur wenige Ampeln. Die Streckenplaner der DJK Dülmen haben sich wirklich Mühe gegeben. Besser geht es kaum.

Die Verpflegung:
Mehr als ausreichend. Riegel in allen Varianten, Bananen und Kaltgetränke

Streckenprofil:
Flach, windig und die „Baumberge“.

Streckenbeschilderung:
Die Strecke war sehr gut beschildert. Es wurde sogar darauf hingewiesen wenn man die RTF Strecke verlässt.

Kilometer:
Es wurden folgende Strecken angeboten:
41 km, 79 km, 117 km, 152 km


Alles in allem war das eine sehr gut gelungene und durchgfeführte RTF. Auch wenn ich mein Ziel jetzt nicht erreichen konnte. Grundsätzlich kann ich diese RTF nur jedem ans Herz legen. Ich hoffe mal, dass ich diese im nächsten Jahr wieder fahren kann. Und dann mit einem intakten Schalthebel und mit allen Stempeln auf der Stempelkarte.

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

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