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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Reisen, Routen und Touren
Holger Offline

Forum-Profi

Beiträge: 654

04.11.2011 10:07
Eroica 2011 antworten

Hallo zusammen,

Eddy, viele kennen ihn noch vom Rad am Ring 2011, hat in diesem Jahr an der Eroica in Italien teilgenommen. Ich stelle seinen Erlebnisbericht und die Bilder mal in seinem Namen ein.





Liebe Freunde muskelangetriebener (Stahl) - Zweiräder,


wollte mich mal aus meinem Urlaub und meinem Toskana-Abenteuer, der Eroica, zurückmelden.

Es ist vollbracht, ich habe die große Runde, 205 Km, in netto 10:30 geschafft (Brutto ca.11:40) und darf mich nun

Held italienischer Landstrassen (den Strada Bianche) nennen.



Ich kann mir schon vorstellen was ihr jetzt denkt:

Der Eddy, trödelt für die 205 Km über 10 Std in der Toskana rum und will uns hier einen vom Helden erzählen.

Aber nicht zu voreilig, kommen wir zu den Details.



Die Strecke:
Wie gesagt es waren 205 Km mit ca. 3900 Höhenmeter. Davon, verteilt auf 15 Abschnitte, ca.100 Km Schotterpiste.

Die steilsten Passagen (Steigungsprozente deutlich zweistellig) waren auf Schotter zu absolvieren, was irgendwann zu

Problemen mit der Traktion führte und man absteigen musste. Aber auch wenn es nicht bergauf ging hatten die Pisten ihre Tücken.

Sehr oft hatten sie ein „Waschbrettmuster“, so dass man das Gefühl hatte auf Kopfsteinpflaster zu fahren, oder sie waren

ausgewaschen vom Regen mit tiefen Rinnen, oder waren weich das man mit den Reifen einsank.

Im Ziel hätt ich Stein und Bein geschworen das mindestens 80% der Strecke Schotterpiste ist. J

Die Strecke führte unmittelbar an unserer Unterkunft vorbei wo ich mal folgendes Foto aufgenommen habe (Ein Bild sagt mehr als tausend Worte):



Das Material:
Zugelassen waren Räder die vor 1987 gebaut waren. Dabei waren jedoch noch folgende Regeln zu beachten (hier mal nur die wichtigsten):

Bremszüge müssen oben aus den Griffen austreten und dürfen nicht am Lenker verlegt sein. Schaltung am Unterrohr sowie Körbchenpedale.

Ich war mit einem Koga Miyata von 1981 im Originalzustand unterwegs, Shimano 600 Arabesque mit einer überschaubaren Anzahl von insgesamt 12 Gängen.

Ein völlig „analoges“ Rad ohne Klickschaltung und Klickpedale.



Das Wetter:
Das Wetter hat es etwas zu gut mit mir/uns gemeint und hätte von den Temperaturen nicht extremer sein können. Am Start um ca. 5:30 Uhr waren es laut Autoanzeige 7 Grad.



Später so gegen 12:00 stiegen die Temperaturen auf jenseits von 30 Grad im Schatten. Wobei Schatten gab´s eher weniger.

Die hohen Temperaturen und die anspruchsvolle Strecke machte das letzte Drittel zu einer echten Herausforderung.



Die Verpflegung:
Energieriegel und isotonische Getränke? Fehlanzeige!

Aber keine Sorge, es gab das reichhaltigste Angebot was ich je auf so einer Veranstaltung erlebt habe.

Von unterschiedlichsten Kuchenarten über Süßigkeiten, Broten mit unterschiedlichsten Marmeladen, hin zum herzhaften wie Schmalzbroten, Käse, Schinken, Salami oder Eintopf.

Alles lässt hier gar nicht aufzählen. Zu trinken gab´s Brunnenwasser oder wer wollte konnte auch ein Glas Wein haben.

Trotz aller Köstlichkeiten stand mir der Sinn ab Mittags nur noch nach Wasser, Wasser und noch mal Wasser ……



Fazit:
Eine beinharte Tour durch die Toskana mit unglaublichen Landschaftseindrücken. Insbesondere das Erlebnis des Sonnenaufgangs auf einem Höhenzug in der

Toskana (neben vielen anderen eindrucksvollen Erlebnissen und Aussichten).

Es gibt wohl kaum etwas Vergleichbareres wo der Erlebniswert (Fasching auf Rädern) gleich hoch ist wie die sportliche Herausforderung.

Wenn nicht die Anreise von 1200 Km wäre, ich könnte glatt zum Wiederholungstäter werden!

So jetzt hab ich euch genug zugequatscht. Den Rest, falls Interesse, beim Bier.

Zum Schluss noch eines der vielen Videos auf youtube. Ihr müsst euch nicht unbedingt die 20 Minuten antun.

Ihr könnt auch bei 13:00 Minuten einsteigen. Der Typ in der blauen Weste der den Filmenden bei 13:25 überholt bin übrigens ich.

Es folgt der Anstieg nach Raddi und anschließend das Getümmel bei der ersten Verpflegung.



http://www.youtube.com/watch?v=yiTW42kbt4E



Mit heroischen Grüßen

Eddy

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

Werner Offline

Forum-Profi

Beiträge: 321

06.11.2011 16:28
#2 RE: Eroica 2011 antworten

Hallo Eddy,

ich habe deinen Bericht mit Interesse gelesen. Glückwunsch zu deiner Leistung. 205 km mit 3.900 Höhenmetern sind ja nicht als Spaziergang zu bezeichnen. Nostalgie kann offensichtlich harte Arbeit bedeuten. Neben deinen Bildern vermittelt auch der von dir verlinkte Film einen tollen Eindruck von der Strecke. Diese Fahrt in den Sonnenaufgang in dieser Umgebung stelle ich mir - trotz Rüttelstrecke - als traumhaft vor. Es hört sich so an, als ob es nicht bei einer ersten Fahrt bleibt.

Gruß Werner

Eddy Offline

Ganz neu hier

Beiträge: 1

07.11.2011 09:56
#3 RE: Eroica 2011 antworten

Hallo Werner,

wenn man in´s Ziel kommt denk man sich "Puhh, nie wieder!"
Einen Tag später:" Na, war ja doch ganz schön...."
Zwei Tage später:"Also beim nächsten mal....." [hmm]
Wie gesagt, wenn die Anreise nicht wäre. Aber vielleicht relativiert sich ja auch das bis zur nächsten Anmeldung.
Gibt es hier eventuell auch Fan´s von alten Stahlrössern?
Vielleicht sogar Interessenten für eine Teilnahme an der Eroica?

Gruß
Eddy

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