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 RTF-Veranstaltungen
Holger Offline

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Beiträge: 654

21.05.2012 09:36
Erfahrungsbericht RTF der RSF Greven v. 19.05.2012 antworten

Da das Wetter am 19.05. sehr vielversprechend war und ich noch die eine oder andere Vorbereitungsfahrt für den letzten Brevet machen wollte, habe ich mich dazu entschlossen an der 19. „Emspünten-Tour“ des RSF Greven teilzunehmen. Greven liegt ca. 20 km nördlich von Münster entfernt.
Diese RTF sollte meine zweite RTF im Radsportbezirk Nord-Westfalen werden. Meine erste RTF in diesem Bezirk musste ich im letzten Jahr wegen eines Schalthebelbruches leider abbrechen. Die Vorzeichen für diese RTF waren also nicht ganz so gut. Und was soll ich sagen, auch in diesem Jahr ist wieder was gebrochen… Aber dazu später mehr.

Start war an der Grevener Grundschule um 09:00 Uhr. Das Wetter war wirklich hervorragend, so dass ich die geplanten 115 km angehen konnte. Mein Ziel war es die gesamte Strecke alleine zu fahren, da ich mich wie oben schon beschrieben noch etwas auf den kommenden Brevet vorbereiten wollte. Das ist mir aber die ersten 20 km bis zur ersten Kontrolle in Ladbergen nicht wirklich gelungen. Das Teilnehmerfeld war doch sehr groß. Da ich mich an der Kontrolle nicht lange aufgehalten habe, konnte ich mein Fahrt auch wieder zügig und dann auch alleine fortsetzen.
Das Profil der Strecke war bis zu diesem Zeitpunkt sehr flach und es herrschte, wie auch immer wieder bekannt, Gegenwind. Ab Kilometer 45 sollte sich das Streckenprofil dann drastisch ändern, da ich nun alle Höhen und Tiefen des Teutoburger Waldes kennenlernen sollte. Nach und nach wurden die Höhenmeter immer mehr und nach und nach fuhr ich meinem Tiefpunkt entgegen. Bei Kilometer 50 hörte ich an meinem Fahrrad ein bekanntes und sehr unangenehmes knallendes Geräusch, sowie ein unangenehmes schleifendes Geräusch. Beide Geräusche waren mir sehr gut bekannt und von daher blieb mir nur eine Wahl… absteigen….
Ich schaute mir das Hinterrad an und plötzlich fiel mir Ulf’s Satz vom 200er Brevet des letzten Jahres wieder ein. Ulf sagte sinngemäß, dass man bei einem Speichenbruch einfach mal ein paar anderen Speichen lösen muss und man dann schon wieder fahren kann.
Ich habe dann mal einfach mein Werkzeug ausgepackt, einfach mal ein paar Speichen gelöst und bin dann einfach mal ohne ein schleifendes Geräusch losgefahren. Hier geht mein Dank an Ulf für diesen grandiosen Tipp!!
Da ich aufgrund der stetigen Steigungen ohnehin nicht schnell fahren konnte, konnte ich die Landschaft und die Höhen des „Teutos“ richtig genießen. Man hätte für diese RTF keine schönere Strecke wählen können, auch wenn die Anstrengungen teilweise sehr groß waren.
Bei Kilometer 57 kam dann die zweite Kontrolle. Hier war natürlich schon einiges los, da aufgrund meiner Panne sehr viele Fahrer an mir vorbeigefahren sind. An dieser Kontrolle habe ich noch mal mein Hinterrad überprüft, habe mich kurz verpflegt und bin dann auch direkt weiter. Unmittelbar nach der Kontrolle sollte eine längere Abfahrt zur nächsten Ortschaft Lienen kommen. Diese Abfahrt war serpentinenmäßig aber dennoch gut zu fahren. Ziemlich schnell fuhr ich auch einen vor mir fahrenden Traktor auf. Da ich die Gegend dort natürlich nicht kenne, habe ich mich während der Abfahrt hinter den Traktor aufgehalten und nicht überholt. Das war auch irgendwie gut so, da ein anderer Fahrer wohl nicht so gute Nerven hatte und in einer unübersichtlichen Kurve den Traktor überholte. Der Radfahrer hatte Glück. Er konnte den entgegenkommenden Pkw natürlich nicht sehen und wenn der Pkw Fahrer nicht so gut reagiert hätte, hätte es wieder einen Radfahrer zerrissen.

Aus besonderem Anlass möchte ich gerne hier und jetzt an dieser Stelle auf diesen Beitrag in unserem Forum verweisen...
Nachtrag v. 22.05.2012


Von Lienen aus führte die Strecke über gut zu fahrende Straßen weiter Richtung der Ortschaft Schwege (Kilometer 78). Auf diesem flachen Teilstück war es eigentlich, wie auf der gesamten Strecke, sehr windig. Bei Kilometer 89 kam dann die letzte Kontrolle. Auch hier schaute ich noch mal nach der defekten Speiche, die auch nun während der ganzen Zeit „irgendwo gegen“ klapperte, verpflegte mich kurz und vor dann erneut weiter.
Das letzte Teilstück war wieder sehr verkehrsarm und streckentechnisch sehr gut zu fahren.
Auf der Fahrt zum Zielort Greven fuhr ich durch das schöne Örtchen Gimbte (Kilometer 107) durch. Hier lohnt sich immer ein kleiner Zwischenstopp, sofern man nicht gerade an einer RTF teilnimmt.

Die letzen Kilometer nach Greven verliefen unspektakulär mit einer klappernden Speiche und einer leichten Unwucht im Hinterrad.

Am Ziel angekommen, konnte ich meinen Ärger wegen der gebrochene Speiche mit einem alkoholfreiem Weizen wegspülen. Auch die Wüstchen waren sehr lecker und in Gesprächen mit anderen Fahrern musste ich mal wieder erneut erklären, wo denn der Ort Twisteden liegt.

Mein kleines Fazit zu dieser RTF:

Die Strecke:
Ab den ersten Metern wurde sehr viel Wert darauf gelegt, dass verkehrsarme Straßen und Wege genutzt wurden. Auf der Strecke gab es nur wenige Ampeln. Die Streckenplaner der RSF Greven haben sich wirklich große Mühe gegeben um eine tolle Strecke anzubieten.

Die Verpflegung:
Bananen, Rosinenbrote mit oder ohne Schmalz und Tee

Streckenprofil:
Von Kilometer 0 bis 45 flach. Ab Kilometer 45 bis Kilometer 60 ungewohnt „bergig“. Zumindest für mich als Flach- und Gegenwindfahrer. Danach wieder flach und windig.

Streckenbeschilderung:
Die Strecke war sehr gut beschildert.

Kilometer:
Es wurden folgende Strecken angeboten:
42 km, 72 km, 115 km


Alles in allem war das eine sehr gut gelungene und durchgeführte RTF. Als wirklich positive möchte ich noch herausstellen, dass der Veranstalter es sich hat nicht nehmen lassen ein paar Fahrradschlösser zu kaufen um diese dann an die Teilnehmer auszugeben, damit der Fahrraddiebstahl bei den RTF weniger wird. Ein sehr gute und vor allem nützliche Idee.

Hier die Strecke http://www.gpsies.com/map.do?fileId=vqmntiwkyyrabojj

Tue zuerst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst Du das Unmögliche !

Joaquim Maria Machado de Assis

oder

Mach zuerst das Unmögliche möglich, dann erübrigt sich das Notwendige.
Kathrin Obert

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